Seelsorge in besonderen Lebenssituationen
Für Trauernde gibt es Gesprächsgruppen. Inhaftierten Mitgliedern der Neuapostolischen Kirche wird Seelsorge in den Justizvollzugsanstalten angeboten.
Seelsorge in Haftanstalten
Im Jahr 2004 entstand ein "Leitfaden für die Seelsorge in den Justizvollzugsanstalten". Er gibt Auskunft sowohl über rechtliche als auch über praktische Fragen. Außerdem soll er helfen, die Arbeit in den Justizvollzugsanstalten, die alle eine gewisse autarke Prägung besitzen, nach Möglichkeit zu vereinheitlichen.
Neben der Hauptaufgabe - Betreuung von Inhaftierten in den Justizvollzugsanstalten - ist etwa seit 2005 ein weiteres Arbeitsfeld dazugekommen. Das betrifft die Kontaktaufnahme zu den Familien von vor der Entlassung stehender Inhaftierten. Vertrauensbildende Maßnahmen im Sinne von Brücken bauen in ein Leben nach der Haft. Auch das Schaffen von Kontakten zum Gemeindevorsteher einer sogenannten "Ankunftsgemeinde" und die Übergabe der Seelsorge an die ortsansässigen Amtsträger der Gemeinde haben sich die Anstaltsseelsorger der Neuapostolischen Kirche zur Aufgabe gemacht. Besuche bei Behörden, Vermietern und Arbeitgebern um Vorsprache wegen Wohnung oder Arbeit zählen ebenso zum weiten Arbeitsfeld der Seelsorger.
Seelsorge an Menschen in Trauer - Trauerkreise
Trauernde fühlen sich oft schon nach kurzer Zeit allein mit ihren Gefühlen der Verunsicherung, der Traurigkeit, manchmal der Wut, des Haderns, der Angst und der Schuldgefühle, aber auch allein mit der Aufarbeitung von Erinnerungen.
Doch wie die Freude, so braucht auch die Trauer - das Klagen - einen Raum. Die Trauer will Gehör finden und sich ausdrücken.
Was Seelsorger bei aller Ernsthaftigkeit ihres Bemühens nicht alleine leisten können, kann in Trauerkreisen oder in einer Selbsthilfegruppe miteinander geschafft werden.
